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Vuvuzelas für
Südafrika und Deutschland werden auf Allroundern hergestellt
Rund 30 Mitglieder und Gäste hatten sich auf
Einladung der Mittelstandsvereinigung (MIT) Calw/Freudenstadt am 02. Juli bei
der Firma ARBURG in Loßburg eingefunden. Nach einer kurzen Begrüßungsrede von
Ulrich Kallfass wurden die Anwesenden von Harald Gnegel in humorvoller Art in
die Firmengeschichte der Firma ARBURG eingeweiht. Begonnen hatte alles im Jahre
1923 mit dem Firmengründer Arthur Hehl.
So entstand auch der Name von ARthur und LoßBURG zum Firmennamen ARBURG.
Das 1. Produkt war ein Schoppenring. Schnell kamen weitere Produkte hinzu wie
Tortenuntersetzer, Kartoffelkörbchen, Möbelschlösser und Fotoblitzer.
Nachdem Probleme mit den Anschlusskabeln die Fotoblitzer in Massen
wieder in die Firma als Reklamation zurückbrachten, erfand Arthur Hehl eine
handgetriebene Spritzgussmaschine, mit der das Kabel mit Kunststoff ummantelt
werden konnte und somit das Problem gelöst war. Von dieser ersten Maschine
wurden bereits 10 000 Exemplare gebaut und verkauft.
Heute fertigt ARBURG auf 146000
m² Produktionsfläche in Loßburg mit 1600 Mitarbeitern als Marktführer die ARBURG
„Allrounder“. Eine Spritzgussmaschine in Modulbauweise die keine Wünsche der
Kunden offen lässt. „Allrounder für wirtschaftliches Spritzgießen“, so die
Firmenphilosophie. Die Produktion ist weitestgehend automatisiert, was einen
großen Wettbewerbsvorteil bringt. Alle Teile werden selbstgemacht und auf
höchste Präzision Wert gelegt. Der Exportanteil in 24 Länder beträgt über 60%.
Automobilindustrie, Medizintechnik, Verpackungsindustrie,
Elektrotechnik/Elektronik und Spielwaren schätzen die vielfältigen
Möglichkeiten des Mehrkomponenten-Spritzgießens, Pulverspritzgießens und
Verarbeitung von Duroplast.
So werden auch viele, der seit der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika
berühmt gewordenen Vuvuzelas, von „Allroundern“ der Firma ARBURG gefertigt.
Die Wirtschaftskrise im Jahr 2009 verschonte auch die Firma nicht. So
reduzierte sich der Umsatz auf 214 Mio.Euro. Dennoch gehen 12% des Umsatzes
gehen in die Entwicklung. In den 60 Jahren des Bestehens der Firma wurden 1450
Lehrlingen ausgebildet. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit beträgt
über 14 Jahre.
Über 2 Stunden dauerte der Rundgang durch die hellen, zum Teil voll
verglasten Firmengebäude, die mit höchster Energieeffizienz beheizt oder
gekühlt werden können. Die Geschäftsführung in der 3.Generation ist nach wie
vor familien-verbunden mit christlich sozialer Tradition, was sich in gut
ausgebildeten Mitarbeiterteams niederschlägt.
Der Landtagsabgeordnete Norbert Beck berichtete dann zum Abschluss in
der gemütlichen Cafeteria noch von seiner Reise nach Berlin, wo er als Wahlmann
des Bundespräsidenten an der Bundesversammlung teilgenommen hatte.
Sein
Fazit nach einer regen Diskussion für die im nächsten Jahr in Baden-Württemberg
stattfindende Landtagswahl: Die CDU muss nach außen hin eine starke
Geschlossenheit zeigen und es gilt, offen für neue Koalitionsmöglichkeiten zu
sein.  |