Freitag, 30 Juli 2010

 
 

Fast 300 Gäste beim Frühjahrsempfang in Nagold PDF Drucken E-Mail
Montag, 18 April 2005

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MIT-Chef Ulrich Kallfass
MIT-Kreisvorsitzender Ulrich Kallfass konnte zum diesjährigen Frühjahrsempfang der MIT in der Alten Seminarturnhalle in Nagold nahezu 300 Gäste begrüßen, darunter eine Vielzahl von Bürgermeistern aus der Region.

„Rot/Grün treibe täglich eine neue Sau durchs Dorf. Dies löse beim Bürger eine abgrundtiefe Unsicherheit aus“, so MIT-Chef Ulrich Kallfass in seiner Eröffnungsansprache. Kallfass forderte die Politik zum Handeln auf. Absichtserklärungen wolle keiner mehr hören. Nur eine glaubwürdige und verlässliche Politik könne eine Richtungsänderung bewirken, so Kallfass weiter. Der Mittelstand brauche eine Unternehmenssteuerreform, ein flexibleres Arbeitsrecht und den Abbau von unsinniger Bürokratie. Es müsse Schluss mit lustig sein. Der Mittelstand sterbe leise aber ständig. Zuwarten sei deshalb tödlich.

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Tobias Volle stellt Volker Kauder vor
In einer kurzen Ansprache stellte der stv. MIT-Kreisvorsitzende Tobias Volle den Ehrengast und Festredner Volker Kauder vor der eigentlich Zirkusdirektor werden wollte. „Man könne sich sicherlich fragen, ob zwischen einem Zirkusdirektor und dem Generalsekretär der CDU Deutschlands ein wesentlicher Unterschied festzustellen sei“, sagte Volle in seiner Ansprache. Für Kauder sei dieser jedoch gewaltig, denn er möchte etwas für die Gemeinschaft bewegen und gestalten, Dinge voranbringen, von denen er überzeugt sei, und nicht allein das Publikum unterhalten.
 
Souverän und wortgewaltig stieg Volker Kauder in das Thema „Patient Mittelstand - Die Politik muss handeln!“ ein.

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CDU-Generalsekretär Volker Kauder
Mit geschliffenen Worten zeigte Kauder das Dilemma von Rot/Grün auf. Für den Bürger sei nicht mehr transparent, wer für was stehe. Viele Unternehmer werden entmutigt. In den 60iger Jahren war ein Gründerboom. Wenig Reglementierung des Staates, dafür Vorfahrt für Arbeitsplätze. „Die Bürokratie liegt wie Mehltau über unserem Land“ so Kauder. Unternehmen seien keine soziale Veranstaltung. In einer globalen Welt müssen sich die Unternehmen sich dem globalen Wettbewerb stellen.

Die CDU habe ein Programm, so Kauder.  Nach Regierungsübernahme durch die CDU werde es ein Sofortprogramm zur Entlastung in Höhe von 10 Mrd. Euro geben.

Die Verschuldung dürfe dabei nicht weiter steigen. Die Politik werde ansonsten ihrer Möglichkeit zu handeln beraubt. Schon bei einem  Zinsanstieg von 1-2 Prozent drohe für Staat und Kommunen das finanzielle Chaos.

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Prominente Zuhörer beim Frühjahrsempfang
„Wir brauchen mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt sowie betriebliche Bündnisse für Arbeit und wenn Schröder sagt, dass wir das schon haben, dann sieht man daran, dass der Mann keine Ahnung hat“, so Kauder. Die Menschen, wollen in diesem Land selbst entscheiden was für sie gut ist.

Kauder zeigte Beispiele einer verfehlten Politik auf: So werden bei dem Wohnwagenhersteller Hymer jetzt 400 Arbeitsplätze in Polen geschaffen,  weil die Gewerkschaften eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden verhinderten, obwohl 90 Prozent der Belegschaft dazu bereit gewesen wären.  „Diesen Export von Arbeitsplätzen können wir uns nicht leisten“, mahnte Kauder eindringlich

Es sei beängstigend wenn man bedenke, dass unser Land über 5 Mio. Arbeitslose habe und dass es bei 82 Mio. Einwohnern gerade mal 26 Mio. Erwerbstätige gebe. Bei allem gebührenden Respekt vor den Leistungen der Menschen in diesem Land sei es für jeden verständlich, dass 30 Prozent der Bevölkerung nicht in der Lage sein können das Leben von 70 Prozent zu finanzieren.

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Kauder bei seiner Ansprache
Auch mit Seitenhieben in Richtung grüner Politik wurde nicht gespart. Die Grünen seien mit Ihrer Energiepolitik die größten Arbeitsplatzvernichter in Deutschland, so Kauder.

Dass in Nagold der Bundestagswahlkampf bereits begonnen hat, zeigte sich in der anschließenden Diskussion die Kauder mit den Worten beendete: "Die SPD und die Gewerkschaften haben von der Wirtschaft soviel Ahnung wie die Kuh vom tanzen. Nur mit einer Wirtschaftspolitik der CDU gibt es in diesem Land wieder Vorfahrt für Arbeitsplätze und damit eine bessere Politik für die Menschen". Die Besucher spendeten dem Hoffnungsträger der CDU tosenden Beifall.

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Wolfgang Ehrmann überreicht das Geschenk
MIT-Vorstandsmitglied Wolfgang Ehrmann überreichte Kauder einen wertvollen Kleiderhaken als Geschenk. Auch George W. Bush würde seinen Anzug im Weißen Haus an das Qualitätsprodukt aus dem Hause EBB hängen, so Ehrmann und bedankte sich im Namen der MIT bei dem Gastredner.

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Die Gulaschsuppe schmeckt
Bis in die frühen Morgenstunden diskutierten die Mittelständler bei Gulaschsuppe, belegten Brötchen und einem guten Tropfen Wein, umrahmt von spritzigen Melodien des Gündringer Musikvereins. Kauder lies es sich nicht nehmen und mischte sich unter die Besucher und plauderte mit ihnen über Gott und die Welt.

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